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Nach Jahrzehnten stetigen Wachstums, von dem auch Hamburg mit hochqualifizierten und gut bezahlten Industriearbeitsplätzen massiv profitiert hat, ist die Luftfahrtbranche in Folge der Corona-Pandemie weltweit unverschuldet in eine schwere Krise geraten. Ein Ende ist angesichts nationaler Einreisesperren kurzfristig nicht in Sicht, weil der Interkontinentalverkehr weiterhin fast vollständig zum Erliegen gekommen ist. Als Zeichen der Solidarität und Unterstützung für das Unternehmen und seine Beschäftigten habe ich deshalb Airbus diese Woche auf Finkenwerder in Begleitung unseres Fraktionschefs Dennis Thering und des wirtschaftspolitischen Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion, Götz Wiese, besucht. Airbus ist als weltgrößter Flugzeugbauer neben Boeing eine echte Industrieperle unserer Stadt.

Ziel unseres Besuches war, dem momentan schwer angeschlagenen Konzern in Krisenzeiten zur Seite zu stehen und alle Möglichkeiten in Form von Kurzarbeitergeld, Forschungsförderung und anderen Instrumenten zu nutzen, um Know how und Arbeitsplätze in Hamburg zu sichern.

Im Gespräch mit dem Geschäftsführer der Airbus Operations GmbH, Dr. André Walter, und dem stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden, Sebastian Züge, wurde klar, dass Airbus in der der größten Krisen seiner Geschichte steckt, die nicht nur den Konzern selbst trifft, sondern die mittelständisch geprägte Zulieferindustrie ebenso und viele Unternehmensexistenzen bedroht. Airlines stornieren bestehende Aufträge in großem Umfang und die Zahl der Neubestellungen ist gegenwärtig minimal. Dies macht einen erheblichen Arbeitsplatzabbau erforderlich. In Hamburg sollen in den nächsten Jahren mehr als 2.000 Jobs wegfallen und deutschlandweit werden 5.100 Arbeitsplätze abgebaut.

Dabei sollen betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden. Als zuständiger Wahlkreisabgeordneter in Hamburg-Mitte sehe ich es als meine Pflicht, Airbus als Industriekonzern mit seinen rd. 12.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Hamburg zur Seite zu stehen und Hilfe anzubieten. Aus dem konstruktiven Austausch haben wir einige Ideen mitgenommen, die hinsichtlich Arbeitsplatzsicherung auch durch überbrückende Forschungs- und Technologieförderung mit staatlicher Hilfe sehr interessant sind. Klar ist, in Folge der Globalisierung und des langfristig wachsenden zivilen Luftverkehrs hat Airbus eine gute Perspektive, so dass es jetzt darum geht, die Durststrecke auch mit politischer Unterstützung zu überstehen.

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