Am Mittwoch hat die Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten die weitere Rücknahme von Einschränkungen im öffentlichen Leben vereinbart. So dürfen jetzt auch Geschäfte mit größerer Fläche als 800qm öffnen, Freizeit- und Breitensport unter freiem Himmel darf wieder stattfinden. Die Länder erhalten die Möglichkeit, Kultureinrichtungen wieder zu öffnen und auch die schrittweise Öffnung von Gastronomie und Hotellerie vorzubereiten. Selbstverständlich gilt dies unter strengen Voraussetzung bezüglich Hygiene und Abstand.

Ich begrüße die weiteren Öffnungen, weil sie der Wirtschaft wieder Perspektiven geben, denn die Zahl der Neuinfektionen konnte durch die bisherigen Maßnahmen drastisch eingedämmt werden. Im Sinne der stetigen Überprüfung der Einschränkung der Grundrechte ist die Öffnung jetzt ebenso richtig, wie es die starken Einschränkungen im März waren.

Ich wünsche mir insofern, dass weitere Öffnungen gerade in Hotellerie und Gastronomie unter strengen Bedingungen folgen. Wir sollten insgesamt Unternehmen, Verbänden, sozialen und kulturellen Institutionen mehr Vertrauen schenken in einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Infektionsrisiko. Hierzu hatte ich mich bereits am Wochenende im Interview mit dem Hamburger Abendblatt geäußert, als die Beschlüsse über Lockerungen noch nicht getroffen worden waren. Insofern freue ich mich, dass die Bundesregierung diese Auffassung offenkundig teilt und nun mit größeren Schritten in Richtung Normalisierung des wirtschaftlichen, sozialen und gesellschaftlichen Lebens voranschreitet.