In dieser Woche haben wir im Deutschen Bundestag über die Stärkung der maritimen Wirtschaft beraten. Wir setzen uns mit dem Antrag „Deutschlands maritime Wirtschaft stärken – Sicherheit, Resilienz und Innovation vom Hinterland über die Küste bis zur Hohen See“ für den Schutz kritischer Infrastrukturen, bessere Rahmenbedingungen für Häfen, Werften und Schifffahrt sowie gezielte Investitionen in Innovation, Fachkräfte und Infrastruktur ein. Die maritime Wirtschaft ist ein strategischer Baustein für Versorgungssicherheit, Verteidigungsfähigkeit und wirtschaftliche Stabilität. Der Antrag verbindet daher wirtschaftliche Stärke mit sicherheitspolitischer Verantwortung.
Als Exportnation ist Deutschland auf leistungsfähige maritime Strukturen angewiesen. Entscheidend ist deshalb die konsequente Umsetzung der Nationalen Hafenstrategie im Einklang mit europäischen Vorgaben.
Angesichts wachsender Bedrohungen durch hybride Angriffe, organisierte Kriminalität und Cyberrisiken brauchen wir wirksame Schutzmaßnahmen, klare Zuständigkeiten sowie eine rechtssichere Drohnenabwehr. Gleichzeitig müssen wir kritische Infrastrukturen besser vor Einflussnahme durch Drittstaaten schützen.
Zentrale Standorte wie der Hamburger Hafen müssen modernisiert und als Energiedrehscheiben ausgebaut werden. Gleichzeitig liegen große Chancen in Innovationen, etwa im Schiffbau, in der Logistik sowie bei Künstlicher Intelligenz und autonomen Systemen. Handelsflotte und Häfen als Rückgrat der Exportwirtschaft benötigen zudem verlässliche Rahmenbedingungen. Dazu gehört auch die Weiterentwicklung der Tonnagesteuer, die Stärkung der deutschen Flagge und faire Wettbewerbsbedingungen.
Auch die Binnenschifffahrt und die Bundeswasserstraßen bleiben unverzichtbar für klimafreundliche und leistungsfähige Lieferketten. Ihr Erhalt und ihre Modernisierung sind eine zentrale staatliche Aufgabe. Wer Deutschlands Resilienz stärken will, muss auch die maritime Wirtschaft stärken.
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